Oberhessen in Schwung
* Bewerbungen bis 25. September 2008 mit Nennung der Aktion, an der Ihr teilnehmen möchtet an: ovag Energie AG, Monika Platzdasch, Hanauer Straße 9 – 13 in 61169 Friedberg, Fax: 06031 82 1421 oder platzdasch@ovag.de Stichwort jeweils: „Bewegung“Abheben – leicht gemacht
Wer würde nicht gerne im wahrsten Sinne des Wortes abheben? Eins sein mit einem federleichten Fluggefährt, hoch über den Köpfen aller hinwegschweben? Mit einem Segelflugzeug ist das möglich.
Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, die Lust auf die luftigen Weiten des Himmels haben, erhalten am Samstag, 4. Oktober die Gelegenheit auf dem Fluggelände des Fliegersportclubs Nidda auf dem Hermesberg unter Leitung von Fluglehrern des Vereins Pilot für einen Tag zu sein.
Besonderer Voraussetzungen für eine Teilnahme bedarf es nicht.
„Völlig losgelöst von der Erde…“
Dieser Kulthit von Peter Schilling könnte kennzeichnender für den Fliegersportclub Nidda (FSK) kaum sein. Allerdings müsste in diesem Fall wohl eher das gleitende Segelflugzeug und nicht das schwebende Raumschiff besungen werden.
Der FSK, dessen Fluggelände auf dem Hermesberg, einer Anhöhe zwischen Geiß-Nidda und Bad Salzhausen liegt, betreibt hauptsächlich Segelflugsport und bewegt sich folglich in luftigem Terrain. „Mit unseren Anfängern bzw. Schnupperkurslern begeben wir uns bis zu 400 Meter in die Höhe. Wer so etwas vorher noch nie ausprobiert hat, dem kann anfangs ein wenig anders zumute werden“, schmunzelt Joachim Zweiböhm, Vorstandsvorsitzender des Vereins und Fluglehrer, „aber bisher habe ich noch keine Person aus einem Flieger aussteigen sehen, die nicht ein breites Grinsen im Gesicht hatte“, fügt Zweiböhm erklärend hinzu.
Dann scheint Segelfliegen wohl den Adrenalinhaushalt enorm anzukurbeln. Nicht verwunderlich, bedenkt man, dass das federleicht wirkende Gefährt mit einer gewaltigen Kraft und Geschwindigkeit von einer Startwinde, einem PS-geladenen Motor über ein 1.000 Meter langes Seil gen Himmel gezogen wird, wo der Segelflieger, hat er an Höhe gewonnen, sich von der Winde löst und von dort an die weiten Himmelssphären sondieren kann.
Die ovag Energie AG verlost im Rahmen einer Teenergy-Sportaktion zusammen mit dem FSK für sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren einen Schnuppernachmittag im und rund um das Segelflugzeug.
Das Programm zieht sich am Samstag, 4. Oktober von 10 – 18 Uhr und spielt sich, bevor die Teilnehmer an Höhe gewinnen, auf dem Boden des sogenannten Hermes ab. Die Gewinner der Verlosung beschäftigen sich zu Beginn des Tages mit Flugzeugkunde. Dabei erklären ausgebildeten Fluglehrern des FSK, wie sich ein jeder zur allgemeinen Sicherheit auf dem Fluggelände verhalten sollte, wie ein Segelflugzeug physikalisch in etwa funktioniert und was genau beim eigentlichen Flug zu beachten ist. Zwar werden die Teilnehmer von je einem Fluglehrer beim Vergnügen unter den Wolken begleitet und selbstverständlich auch navigiert, allerdings ist es dem Einzelnen freigestellt, den Steuerknüppel einmal selbst in die Hand zu nehmen und für wenige Momente das Gefühl eines waschechten Piloten einzufangen.
Der „Twin Astir“, ein Doppelsitzer, wird den „Schnupperern“ als Flugzeug zur Verfügung gestellt. „Dieses Segelflugzeug benutzten wir meist für unsere ‚Platzrunde’. Die ‚Platzrunde’ dauert jeweils circa zehn Minuten. Dabei fliegt man dann über Bad Salzhausen und Geiß-Nidda“, so Zweiböhmer. Selbst wenn die Sonne nicht scheine und das Wetter trüb aussehe, sei es bedenkenlos einen Segelflug zu starten. Im Gegenteil: „Zuviel Sonne und zu wenig Wind sind nicht die besten Vorraussetzungen, da wir dann mit wenig Aufwind rechnen müssen“, erklärt der Flugexperte, der vor einem Jahr seine Ausbildung zum Fluglehrer absolviert hat. Außerdem fliegt ein Segelflugzeug stets unter der Wolkendecke, was eine klare Sicht auf die Erde garantieren sollte, immerhin will man doch wissen, was sich tief unter einem abspielt. Das beste Flugwetter, so Zweiböhmer, sei bei Schäfchenwolken am Himmel gegeben.
Programmablauf
Nachdem sich alle Teilnehmer um 10 Uhr auf dem Fluggelände eingefunden haben, beginnt das Programm mit der Einführung zum Segelfliegen. Im Anschluss daran hebt jeder der Jugendlichen insgesamt drei Mal ab. Um Kraft zu tanken, stellt der FSK ein Mittagessen bereit. Gegen 18 Uhr ist das Programm beendet.
Wissenswertes zum Segelfliegen
Unter den Segelflug fallen als Motorsegler zugelassene Segelflugzeuge mit Klapptriebwerk, segelflugfähige Motorsegler oder „ultraleichte“ Segelflugzeuge. Das motorlose Fliegen mit sonstigen Luftsportgeräten sowie mit Gleitschirmen und Drachen gilt nicht als Segelflug.
Bereits Otto Lilienthal (1848-1896), Pionier der Flugzeugentwicklung, gelang mit seinen Gleitfluggeräten Segelflüge, bei denen er einen Höhengewinn erzielen konnte. Im Zuge der rasanten Entwicklung der Ottomotoren geriet der Segelflug zunächst in Vergessenheit, bis der Versailler Vertrag den Motorsport untersagte.
Seit 1919 versammelten sich zahlreiche Flugbegeisterte, zum Teil Piloten des Ersten Weltkriegs, aber auch Menschen, die sich für das Fliegen interessierten, auf der Wasserkuppe in der Rhön, um dort den motorlosen Flug untersuchen und erproben zu können. Besonders ein Entwickler und Pilot, Alexander Lippisch (1894-1976), Flugzeugkonstrukteur, gelangte durch seine Nurflügelkonstruktion zu Weltruhm. Anfängliche Konstruktionen verlangten noch jede Menge Einfallsreichtum bei der Zusammensetzungen der Flugzeuge. So bestand die Zelle der FS-3 von Ferdinand Schulz, Segelflugpionier, lediglich aus Tannenbäumen und Türschanieren, die Bespannung aus alten Armee-Bettbezügen und die Steuerung erfolgte über zwei Tischtennisschlägerähnliche Ruderklappen an den Tragflächen. Wenngleich mit diesem Fluggerät zahlreiche Rekorde erzielt wurden, behielt es seinen Spitznamen „Besenstiel“.
Neben der Wasserkuppe entstanden weitere Flugplätze wie der 1923 errichtete Flugplatz in Hirzenhain (heute Gemeinde Eschenburg im Lahn-Dill-Kreis). Auf diesem Flugplatz experimentierten Flugbegeisterte mit selbst erbauten Fluggeräten unter großem öffentlichem Interesse.
Erst die Entwicklung der „Vampyr“ zeigte, in welche Richtung der Segelflugzeugbau sich entwickeln musste. Es war der erste nicht verstrebte Eindecker, der durch den verminderten Luftwiderstand neue Möglichkeiten im Segelflugzeugbau eröffnete.
Erst Fritz Stamer, Pilot, Fluglehrer und Flugzeugkonstrukteur, entwickelte die bis in die 1960er Jahre verwendete Segelflugschulung auf Einsitzern, die eine einigermaßen sichere Flugausbildung auf den damaligen Gleitflugzeugen ermöglichte.
Beliebte Flugarten des Segelflugs sind der Streckensegelflug, bei dem es entweder darum geht eine möglichst große Strecke zurückzulegen oder eine gegebene Strecke in möglichst kurzer zeit zu absolvieren und der Wettbewerbssegelflug. Dabei handelt es sich darum eine vorgegebene Strecke möglichst schnell zurückzulegen.
Weitere Infos zum FSK:
http://www.fsk-nidda.de/
info@fsk-nidda.de
(0 60 43) 28 31
Ein Kick mit der Weltmeisterin
Das taufrische Gras unter den Füßen spüren, den Gegner gekonnt umdribbeln, den Ball mit Schwung in das gegnerische Tor schießen, sich unter freiem Himmel, bei Wind und Wetter, austoben - und das mit Fußballweltmeisterin Sandra Minnert, die wertvolle Tricks und Tipps verrät, wenn sie zu diesem Trainingscamp der besonderen Art in ihre alte Heimat zurückkehrt. Diese Vorstellung wird am 18. und 19. Oktober für 20 jugendliche Fußballfans im Alter von 14 – 16 Jahren 2008 in Ortenberg-Effolderbach Wirklichkeit.
Programmablauf Fußballcamp
Nach der Anreise der Teilnehmer am 18. Oktober 2008 um 9.30 Uhr in Effolderbach beginnt der Tag mit einem Aufwärmtraining unter der Aufsicht von Andreas Hebbel und Uwe Schneider. Das Training mit der Sandra Minnert startet um 13 Uhr nach einem gemeinsamen Mittagessen. Das Abschlussspiel findet statt von 16.30 bis 18 Uhr. An das Abendessen schließt sich ein DFB-Lehrfilm sowie eine Fackelnachtwanderung an.
Für den darauffolgenden Tag, Sonntag, 19. Oktober, ist ein Power-Walking mit Uli Schneider oder ein Dauerlauf mit Eike Nitschke geplant. Daraufhin wird es eine lockere Gesprächsrunde geben, um die gemeinsam verbrachten Stunden Revue passieren zu lassen.
Die Teilnehmer sollten Folgendes mitbringen: Fußballschuhe, Stutzen, T-Shirt, Trainingsanzug, Schlafsack (und was man sonst noch zum Schlafen benötigt), Dusch- und Waschzeug, Schienbeinschoner, Turnhose, Regenjacke, Turnschuhe, Luftmatratze.
Sandra Minnert
Sandra Minnert wurde am 7. April 1973 in Gedern geboren. Ihre Fußball-Laufbahn begann sie mit sechs Jahren bei der SG Usenborn (Ortenberg); 1989 wechselte Minnert dann zur TSG Bleichenbach. Von 1990 bis 1999 kickte sie für den FSV Frankfurt. Die größten nationalen Erfolge errang Minnert mit dem 1. FFC Frankfurt. Mit diesem Fußballverein wurde sie dreimal Meisterin und einmal UEFA-Cup-Siegerin.
Ihr Länderspieldebüt mit der deutschen Nationalmannschaft hatte sie 1992 gegen Jugoslawien. Mit der Nationalelf holte sie 2003 und 2007 den Weltmeister-Titel nach Deutschland. 2005 wurde sie zum vierten Mal in Folge Europameisterin mit der Nationalmannschaft. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Minnert zu eine der besten Abwehrspielerinnen weltweit.
Ihr letztes Länderspiel bestritt die Fußballerin am 1. November 2007 gegen Holland. Gegenwärtig lebt sie in Bad Neuenahr.
Geschichte Frauenfußball
Bereits im 12. Jahrhundert beteiligten sich in Frankreich Frauen genauso wie Männer an einem Spiel namens la soule, einem Vorläufer des heutigen Fußballs.
Als 1863 Fußball durch die internationale Vereinheitlichung der Regeln zu einer Sportart wurde, spielten auch Mädchen an englischen Schulen dieses Spiel. 1894 dann gründeten Frauen in England das erste Frauen-Fußballteam, die British Ladies von Nettie Hoenyball. In den 1920-er Jahren war Frauenfußball in England eine große Publikumsattraktion. Jedoch untersagte die Football Association den Frauen in England die Benutzung der Stadien im Jahre 1921.
Den größten Aufschwung erlebte der Frauenbußball während des Ersten Weltkrieges, da die klassische Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen aufgehoben wurde.
In Deutschland spielten Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Art Fußball. Dieses Spiel galt jedoch als moralisch verwerflich. Während der Frauenfußball in anderen europäischen Ländern in den 1920-er Jahren einen ersten Höhepunkt erlebte, betrieb Frau den Sport in Deutschland kaum.
1930 bildete sich der erste Frauen-Fußballklub, dieser wurde allerdings nach heftigem Protest ein Jahr später wieder aufgelöst. Erst in den 1960-er Jahren kam es zu erneuter Bildung von Frauenmannschaften. In der DDR wurde 1968 mit der BSG Empor Mitte-Dresden die erste Frauenfußballmannschaft gegründet.
Die UEFA veranstaltet seit 1984 Fußball-Europameisterschaften für Damenmannschaften.
Die erste Frauen-Fußball-WM fand 1991 in China statt. Amtierende Weltmeisterinnen sind die deutschen Frauen.
acht, neun…richtig fit
Die Fäuste fliegen am Samstag, 25. Oktober von 11 bis 17 Uhr in der Wetterauhalle von Wölfersheim. Aber keine Angst: Kein Teilnehmer geht an diesem Tag k.o. Dafür stehen bei diesem Hineinschnuppern ins so genannte Fitnessboxen Technik, Körperkoordination und Kondition im Mittelpunkt. Eine Sportart, die immer mehr Anhängerinnen findet. Natürlich kommt auch der rein partnerschaftliche „Schlagabtausch“ nicht zu kurz unter der fachmännischen Anleitung der Trainer Robert Stepien, Andreas Walther und Marc Lubetzki vom Boxring Wölfersheim.
Achtung: Nur für weibliche Jugendliche (15 x 2) zwischen 14 und 20 Jahren.
Das Boxen als Training besitzt einen hohen Fitnessfaktor, weil es eine ganze Reihe körperlicher Systeme gleichzeitig beansprucht. So hat es einerseits eine hohe Ausdauerkomponente, was auch das Herz-Kreislauf-System stärkt. Andererseits beansprucht das Boxen eine Vielzahl von Muskelgruppen.
Weil die Arme ständig in Vorhalteposition bleiben und Schlagtechniken geübt werden, profitiert besonders die Muskulatur des Oberkörpers. Die tänzelnden Bewegungen auf dem Vorfuß trainieren zudem die Waden- und Fußmuskulatur. Gleichzeitig zeigt sich eine positive Wirkung auf das Reaktions- und Koordinationsvermögen. Insgesamt ist es eine koordinativ anspruchsvolle sportliche Aktivität. Durch das Schlagen gegen den Sandsack kann man sich hemmungslos gehen lassen und sich austoben. Das ist sehr entspannend, weil auch Stresshormone abgebaut und positive Hormone aktiviert werden. Aggressionen und Arbeitsfrust lassen sich mit dieser Sportart besonders wirksam kompensieren – und außer dem Sandsack muss dabei niemand harte Schläge einstecken.
Trainingsablauf
Nach einer Vorstellungsrunde geht es ans Aufwärmen, das den ganzen Körper und das Koordinationsvermögen beansprucht. Nach dem Bandagieren der Fäuste erklären die Trainer die grundlegenden Schlagtechniken „Gerade“, „Haken“ und „Aufwärtshaken“ sowohl in Partnerübungen als auch am Sandsack. Je nachdem wie „fit“ die einzelnen Teilnehmerinnen sind, gibt es am Ende noch eine Art Sparring mit den Trainern. Der Tag klingt mit einem gemeinsamen Imbiss aus.
Mitzubringen sind Sportbekleidung, Sportschuhe und ein Handtuch. Bandagen und Boxhandschuhe werden gestellt.
Weitere Informationen über den Boxring Wölfersheim im Internet unter www.boxring-woelfersheim.de
Hautnah beim Box-Training dabei…
„Pap, pap“, ploppt es präzise Anweisungen gebend aus dem Mund von Box-Trainer Andreas Walther. Die in klobigen Handschuhen steckenden Fäuste seiner Schüler erzeugen patschende Geräusche auf den ledernen Sandsäcken. Die schwingen derweil völlig unbeeindruckt von der Decke zurück. Währen sie allerdings reale Gegner, hinterließen die Schläge sicherlich mehr als nur eine Delle im Sand. Denn ihre Schlagkräftigkeit üben die angehenden Boxer nicht nur im Ring und an den Säcken der zum Trainingszentrum „Box Tempel“ ausgebauten Scheune auf einem Bauernhof im Friedberger Ortsteil Fauerbach.
Vor der Kür, wenn die Hände mit Tape umwickelt, und die Boxhandschuhe übergezogen werden, steht die Pflicht: Ein 45-minütiges Ausdauertraining, das alle Muskeln beansprucht – Ungeübten gegebenenfalls am nächsten Tag signalisiert, wo der Körper überall für Spannkraft verantwortliches Material verbirgt. „Das ist anstrengend, aber man fühlt sich danach immer richtig gut“, sagt die 19-jährige Karin aus Wölfersheim, die bereits zu den Fortgeschrittenen der Fitness-Boxgruppe zählt und sich derzeit auf ihren ersten wirklichen Kampf mit einem realen Gegner im November dieses Jahres vorbereitet.
Geübt wird natürlich auch im Duo, je eine Minute – ein lautes Piepen aus dem Rekorder gibt dabei, wie beim Training der Profis, den Takt für den Wechsel vor – einer Schlägt, der andere fängt die Hiebe ab. Anstrengend ist beides gleichermaßen. Und überhaupt, was bei den Profis so locker leicht aussieht, hat am eigenen Körper erfahren, nicht nur mit Schlagkraft und Ausdauer zu tun, sondern erfordert zudem jede Menge Konzentration und Geschicklichkeit. „Pap!“, macht da der Trainer und deutet nur zaghaft an, wo die Deckung versagt hat. Denn was im Training, bei dem es in erster Linie um Begeisterung fürs Boxen und um Spaß am Sport geht, nur ein hilfreicher Hinweis ist, kann im echten Kampf handfeste Veilchen hinterlassen. Aber: „Es kann ja nie schaden zu wissen, wie man jemand so richtig vermöbelt“, lacht eine der Neueinsteigerinnen begeistert nach ihrem ersten Boxeinsatz.
Wer sich mit Fäusten auch einmal so richtig austoben möchte kann eine „Kostprobe“ des eineinhalbstündigen Fitness-Boxtrainings gewinnen … ssp
Golfplatz-Luft schnuppern
Minigolf hat fast jeder schon mal gespielt. Aber wolltet Ihr nicht schon immer mal Luft auf dem großen weiten Grün schnuppern und ausprobieren, wie richtiges Golf funktioniert? Mal testen, wie das ist, wenn der kleine weiße Ball über 100 Meter weit fliegt - dazu gibt’s in den Herbstferien für zehn Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahre Gelegenheit.
Drei Tage Golfspaß an der frischen Luft auf der Driving Ranch des Golfclubs nahe Friedberg-Ockstadt. Gegolft wird bei jedem Wetter vom 15. bis 17. Oktober. Die Teilnehmer braucht nichts weiter als feste Sportschuhe und wetterfeste Kleidung. Der Schauspieler Volkert Kraeft, der beim Golfclub für die Jugendabteilung zuständig ist, leitet selbst das Training.
Lernt den „Platz zu lesen“!
Golfen ist auch für Kinder und Jugendliche da – Jetzt mitmachen und Golfcamp-Teilnahme gewinnen!
Minigolf hat ja fast jeder schon mal gespielt. Aber auf dem großen Grün stehen, die richtige Haltung und Schwung üben und dem kleinen weißen Ball hinterher schauen, wie er teilweise über hundert Meter weit fliegt – das ist doch noch was ganz anderes.
Die Kinder und Jugendlichen, die in der Jugendabteilung des Golfclubs Friedberg trainieren, müssen nicht nur das Schlagen üben, sondern auch Koordination und Kondition und – ganz wichtig – sie lernen zusammen mit Jugendleiter Volkert Kraeft „den Platz lesen.“ Das heißt, sie gehen mit ihm den Parcours ab und müssen sich vor dem Schlag genau überlegen, wo sie den Ball wie weit hin spielen. Wer mit den wenigsten Schlägen in das kleine Loch beim Fähnchen trifft, gewinnt. Für Kinder und Jugendliche ist der 9-Loch-Parcours zu absolvieren, aber nur wer eine entsprechende Prüfung abgelegt hat, darf auch auf den Platz. Vorher gilt es die Sportabzeichen Bronze, Silber und Gold mit jeweils einer Prüfung zu holen, bis dahin heißt es auf dem Übungsplatz Bälle schlagen. Und wer genug geübt hat, darf dann vielleicht sogar in der Jugendmannschaft bei Wettkämpfen antreten.
Warum Golfspielen so eine tolle Sache ist für den Nachwuchs? „Die Kinder toben sich hier richtig aus, abends sind sie total kaputt. Aber sie lernen auch Rücksichtnahme und soziales Miteinander, weil man sehr vorsichtig sein muss, wo man hinschlägt und den Eisenschläger schwingt. Die Bälle sammeln sie natürlich selbst ein, damit sie beweglich bleiben.“ Und, was Kraeft noch ganz wichtig ist, „sie lernen bei mir auch Etikette.“ Er achtet zum Beispiel darauf, dass sie sich in die Augen schauen beim Begrüßen und ihre Clubmützen abnehmen, und dass sie beim Essen Messer und Gabel benutzen. „Manchmal bin ich schon streng, aber die Kinder wissen, dass ich sie liebe“, lacht Kraeft. Für Volkert Kraeft, der als Schauspieler manchen etwa aus Forsthaus Falkenau (Schlossherr Viktor Fabritius) oder durch Gastrollen in Derrick, Der Alte oder Ein Fall für Zwei bekannt sein dürfte, ist es ein absoluter Full-Time-Job, alles zu organisieren und zu betreuen.
Teuer ist Golfspielen für Kinder auch nicht, wie mancher vielleicht denkt: Beim Golfclub Friedberg kostet Training und Mitgliedschaft gerade mal 100 Euro im Jahr und die Ausrüstung bekommt man für wenig Geld auch gebraucht im Internet. Zum Reinschnuppern muss man erstmal gar nichts mitbringen. Einmal pro Woche ist Training für die Jugendabteilung, dazu kommen die Camps in den Sommer- und Herbstferien, wo eine Woche lang den ganzen Tag geübt wird.

