Der Vulkan lässt lesen 2010 / 2011

Annina Braunmiller /

Stephenie Meyer



Donnerstag, 2. September 2010, 20 Uhr
„Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“
Im Anschluss an die Lesung wird der Film „Twilight – Eclipse“ gezeigt
Lauterbach, Lichtspielhaus

Annina Braunmiller, Jahrgang 1985, ist die deutsche Synchronstimme von Kristen Stewart, also Bella Swan aus den Twilight-Verfilmungen. So leiht sie der Bella natürlich auch für den jüngsten Film „Eclipse“ ihre Stimme und las alle bislang erschienen Hörbücher der „Bis(s)“-Reihe vollständig ein. Bei ihrer heutigen Lesung stellt sie natürlich das jüngste Buch der Millionen-Bestsellerin Stephenie Meyer vor und erzählt nebenbei über die abwechslungsreiche Arbeit einer erfolgreichen Synchronsprecherin.

Annina Braunmiller absolvierte ihre Ausbildung zur Bühnendarstellerin für Gesang, Tanz und Schauspiel in Hamburg, lebt jetzt als Sprecherin und Schauspielerin in München.
Zu hören ist sie unter anderem als Stimme von „Camp Rock-Star“ Demi Lovato sowie in den Serien „Beverly Hills 90210“ und „Legend of he Seekers“.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €




Arne Blum



Samstag, 4. September 2010, 20 Uhr
„Saubande – Ein Schweinekrimi“
Lauterbach, Habichtsjof (Nähe Casino)

„Klee – das ist das letzte Wort, das der Maler Robert Munk von sich gibt, bevor er mit einem Messer im Rücken tot in den Schweinestall fällt. Auf einen Schlag ändert sich damit alles für Kim. Ihr bisheriges Leben als Hausschwein mit ihren vier Artgenossen, mit regelmäßigen Fütterungen, gelegentlichem Betrachten von Wolken und höchstens ab und an einem kurzen Ausflug ins Haus des Malers seiner Freundin Dörthe, ist nicht mehr wie es war.
Doch zu ihrem eigenen Überraschen, gefällt es Kim, und sie beginnt, sich plötzlich über Dinge Gedanken zu machen, die sie vorher nicht einmal wahrnahm: Wer ist der Schatten, den sie hinter dem sterbenden Munk an der Stalltür erkennen konnte? Was haben der Pfarrer, der Metzger und die beiden Polizisten zu verbergen? Und welche Veränderung geht mit Dörthe vor, die Kim einst vor dem Schlachter gerettet hat?

Kim wird zur Ermittlerin. Und sie ermittelt schweinescharf …

Arne Blum ist seit Jahren in der Verlagsbranche tätig und schreibt erfolgreich Kriminalromane. „Saubande“ und die kluge Ermittlerin Kim machten ihn nicht nur zu einem bekennenden Freund aller Schweine, sondern veranlassten ihn auch, ein Pseudonym für diese andere Seiten in seinem kreativen Schaffen zu wählen.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 5 €
Inklusive vegetarischem Fingerfood!

© Derek Henthorn





Michael Jürgs



Montag, 20. September 2010, 20 Uhr
„Seichtgebiete – Warum wir hemmungslos verblöden“
Alsfeld, Marktcafé

Alle wissen es, doch keiner schreit auf. Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt ihren Eltern erzogene Kinder oder die selbst vom Feuilleton zu Ikonen der Subkultur stilisierten Bestsellerautoren à la Roche, Bushido und Co. – überall breiten sich Seichtgebiete und Verblödung aus.

Michael Jürgs prangert nicht deutsch bierernst, sondern indem er sie lächerlich macht, jene an, die zynisch schamlos mit der Verdummung Geld machen. Er schont auch nicht seine Branche, und erst recht nicht die Oberlehrer der Nation, die nur angeekelt ihre Nasen rümpfen. Mit seiner provokanten Streitschrift – 26 Wochen auf der „Spiegel“-Bestsellerliste! – warnt Jürgs vor den Folgen einer verödenden demokratischen Kultur.

Michael Jürgs, Jahrgang 1945, war u.a. Chefredakteur von „Stern“ und „Tempo“. Seine Lebensbeschreibungen „Der Fall Romy Schneider“, „Der Fall Axel Springer“ und „Bürger Grass“ wurden ebenso Bestseller wie „Typisch Ossi, typisch Wessi“ und „Wie geht’s Deutschland?“.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €




Wladimir Kaminer



Donnerstag, 23. September 2010, 20 Uhr
„Meine kaukasische Schwiegermutter“
Alsfeld, Marktcafé

Es ist das Paradies auf Erden: süße Melonen, emsige Bienen, pralle Weintrauben und spottbillige Taschen von Chanel. Das gibt es nur an einem besonderen Ort: im Kaukasus. Hier lebt die Schwiegermutter von Wladimir Kaminer samt ihrer Familie in Borodinowka an der Steppenstraße, einem Ort der Lebensfreude, Abenteuer und Begegnungen mit einzigartigen Menschen.
Von ihnen erzählt Wladimir Kaminer so hinreißend, dass sie einem sofort ans Herz wachsen. Neben der Schwiegermutter wären da noch Onkel Jo, die Mitarbeiter der Dorfkantine, der Maler Gleb Michailowitsch oder der Imker Juri. Dazu noch ein paar unsichtbare springende Bartmäuse sowie die beiden frisch gekämmten Kühe der kleinen Siedlung. Als dann noch das deutsche Fernsehen kommt, um die Dokumentation „Kaminer goes Kaukasus“ zu drehen, steht Borodinowka kopf …
Kaukasisch, Komisch. Kaminer.

Wladimir Kaminer ist 1967 in Moskau geboren, lebt als Schriftsteller und Kolumnist in Deutschland. Seine Erzählbände „Militärmusik“ und „Russendisko“ machten ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannt.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 6 €




Susanne Fröhlich



Dienstag, 5. Oktober, 20 Uhr
„Und ewig grüßt das Moppel-Ich“
Lauterbach, Aula der Sparkasse Oberhessen

Auf und nieder – immer wieder. Ständig sind wir auf dem steinigen Weg zu unserer Idealfigur, dauernd kämpfen wir mit denselben Pfunden und damit um Anerkennung. Aber warum müssen Frauen eigentlich so dünn sein, dass man mit ihnen Mikado spielen könnte? Wieso werden wir immer dicker, obwohl wir dauernd Diät machen? Weshalb ist Fett böse, dick, doof, und stimmt es überhaupt, dass Dünnsein das Paradies ist?

Susanne Fröhlich war mal kurz dort und ist nun zurückgekehrt. Im Gepäck jede Menge neue Erfahrungen. Gewohnt schonungslos und mit einer XXL-Portion Selbstironie berichtet sie von ihren Begegnungen mit öffentlichen Waagen, hungrigen Prominenten und Mitmenschen, die bei einer Frau nur eines interessiert: Passt sie ins Handschuhfach?
Ihr Fazit: Es gibt ein Leben jenseits von Konfektionsgröße 40. Und das könnte sogar ziemlich glücklich sein, würde die Diätpolizei nicht nachts wach liegen und sich immer neue Gründe ausdenken, weshalb Frauen nicht mit sich zufrieden sein dürfen.

Susanne Fröhlich ist erfolgreiche Fernseh- und Rundfunkmoderatorin. Ihre Sachbücher und Romane wurden alle zu Bestsellern – „Moppel-ich“ war über 20 Wochen auf der „Spiegel“-Bestsellerliste, wurde über eine Million Mal verkauft.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 6 €

In Zusammenarbeit mit der Sparkasse Oberhessen

© Gaby Gerster




Tom Buhrow
Sabine Stamer



Freitag, 7. Oktober 2010. 20 Uhr
„Mein Deutschland – Dein Deutschland“
Alsfeld, Autohaus Roth

Als Tom Buhrow und Sabine Stamer 2006 nach über zehn Jahren aus den USA nach Deutschland zurückkehrten, schrieben sie über ihre Erfahrungen das Buch „Mein Amerika – Dein Amerika“. Das Buch avancierte zum Bestseller.

Nach vier Jahren zurück in Deutschland ziehen sie nun auf ähnliche Weise Bilanz und entdecken ihre alte Heimat neu. Wie lebt es sich in Deutschland, heute, zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung? Das Buch ist keine Analyse, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht, ausgehend von privaten Erlebnissen, angereichert mit journalistischer Recherche. Die Anschauung zweier Menschen, die zurückkamen, um Deutschland zu lieben, aber oft feststellten, dass Land und Leute nicht unbedingt geliebt werden wollen.

Tom Buhrow, geboren 1958, war langjähriger Korrespondent der ARD in Washington und Paris, ist seit 2006 Moderator der „Tagesthemen“.
Sabine Stamer, geboren 1960, ist freie Autorin, arbeitete als Journalistin in Rom, Washington und Paris und einige Jahre als Redakteurin beim WDR. Das Ehepaar lebt in Hamburg und hat zwei Kinder.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 6 €

© Barbara Dombrowski




Moritz Rinke



Mittwoch, 20. Oktober 2010
„Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“
Posthotel Johannisberg

Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Wurde die schöne Kommunistin Marie von der Gestapo abgeholt oder von der eigenen Familie im Teufelsmoor vergraben? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt?
Ausgerechnet als Paul Wendland in Berlin und seinen kuriosen Kunstprojekten in die Zukunft starten will, holt ihn die Vergangenheit ein. In Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken. Die Reise zurück an den Ort der Kindheit zwischen mörderischem Teufelsmoor, norddeutschem Butterkuchen und traditionsumwitterter Künstlerkolonie nimmt eine verhängnisvolle Wendung. Vergessen gegllaubte Familienfragen, aus dem Moor steigende historische Gestalten und die skurrile Begegnung mit einem mysteriösen Vergangenheitsforscher spülen ein ungeheuerliches Geflecht an Lügen und Geheimnissen aus einem ganzen Jahrhundert an die Oberfläche.
Moritz Rinke rührt sanft, aber vollkommen anarchisch und mit einer umwerfen Tragikomik an den Lebensmotiven. Er erzählt vom Künstlerleben, von Ruhm, Verführung und Vergänglichkeit und von einem Dorf im Norden, das berühmt ist für seinen Himmel und das flache.
Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, Rinke wurde 2003 mit seinem ersten Film („September“), in dem er auch als Schauspieler debütierte, zu den Internationalen Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. Sein fulminantes Romandebüt weist autobiographische Züge auf.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €

© Joscha Jenneßen




Gaby Hauptmann & NETTE



Freitag, 29. Oktober 2010, 20 Uhr
„Powerfrauen küssen keine Prinzen“
Alsfeld, Autohaus Roth

Ein Lese- und Musikabend voller Hintersinn, Witz, Poesie und chaotisch-erotischen Allnächtlichkeiten.

Gaby Hauptmann und NETTE surfen erzählend und musikalisch durch das Chaos des alltäglichen Beziehungsdschungels der Geschlechter.

„Suche impotenten Mann fürs Leben“, „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“, „Fünf-Sterne-Kerle inklusive“ – wer kennt nicht diese Buchtitel. Millionen von Leserinnen, eine Handvoll Leser, verhalfen Autorin Gaby Hauptmann zu Bestsellerauflagen, Verfilmungen und Übersetzungen in 25 Sprachen.

Die empfindsame Musikalität und die klare Stimme der Songschreiberin NETTE verleihen den Arrangements allemal das Prädikat Pop-Poesie. Einige ihrer Lieder wurden mit Falco, Udo Lindenberg, Pur und anderen deutschen Popgrößen auf Samplern veröffentlicht.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 6 €




Prinz Asfa-Wossen Asserate



Freitag, 5. November 2010, 20 Uhr
„Draußen nur Kännchen – Meine deutschen Fundstücke“
Lauterbach, Posthotel Johannisberg

Asfa-Wossen Asserate zeichnet ein Portrait seiner deutschen Wahlheimat, ihrer Bewohner und ihrer Eigenheiten – ganz persönlich und aus vielen überraschenden Blickwinkeln, in unterhaltsamen Anekdoten und Ausflügen in die Geschichte. Seine Sichtweise ist keineswegs unkritisch, aber immer wohlwollend. Mit Nachsicht blickt er auf unsere Schwächen, stolz unterstreicht er Stärken, und aus jeder Zeile spricht seine Zuneigung zu diesem Land, das er in der Zeit seines Exils kennen und schätzen gelernt hat. „Draußen nur Kännchen“ ist eine Homage an Deutschland aus der Sicht eines „Zugereisten“, der hier Wurzeln geschlagen hat.

Wie ein äthiopischer Prinz lernte, sich mit deutschem Filterkaffee zu arrangieren …
Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. An der Deutschen Schule bestand er als einer der ersten Äthiopier sein Abitur. Er studierte Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge und studierte in Frankfurt am Main. Die Revolution in Äthiopien verhinderte die Rückkehr in seine Heimat. Er bliebt in Deutschland und ist heute Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten und als politischer Analyst tätig. Sein Buch „Manieren“ wurde von der Kritik gefeiert; zuletzt erschien sein Buch „Ein Prinz aus dem Hause David“.
Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €

© Gaby Gerster




Andreas Franz



Montag, 8. November 2010, 20 Uhr
„Teufelsleib“
Herbstein, Gast des Hauses

Er ist der erfolgreichste deutsche Krimiautor: Mit rund zwei Millionen verkauften Büchern hat sich Andreas Franz in die erste Riege der deutschen Spannungsautoren geschrieben. Das liegt nicht nur an seinen exzellenten Kontakten zu mehreren Polizeidienststellen, die ihm immer wieder Stoff und Ideen zu seinen lebensechten Geschichten liefern, sondern auch daran, dass er den richtigen Riecher für kriminelle Aktivitäten quer durch alle Gesellschaftsschichten hat. Das beweist besonders sein im Herbst erscheinendes neues Buch „Teufelsleib“.

Am Mainufer in Offenbach wird eine Hausfrau tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran: In ihrer Hand hält sie einen Olivenzweig, und in ihrem Mund findet man eine Olive und eine Taubenfeder. Sehr schnell stößt der Kommissar auf das Geheimnis der Toten: Sie ging offenbar einem äußerst lukrativen Nebenerwerb nach, genau wie zwei weitere Frauen, die in den letzten zwölf Monaten ermordet wurden. Peter Brandt betritt eine Welt aus religiösem Fanatismus, Gewalt und Rache.

Im Anschluss an die Lesung plaudert Andreas Franz mit dem Publikum über geklärte und ungeklärte Kriminalfälle in Deutschland…
Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg geboren, hat als Übersetzer für Englisch und Französisch gearbeitet, erreichte mit Romanen wie „Jung, blond, tot“ den Durchbruch.

Eintritt: 8 Euro, für Schüler und Studenten 5 Euro.




Monika Eichler



Sonntag, 14. November, 18 Uhr
„Als die Maikäfer verschwanden“
Schloss Romrod

„Sonntags gab es oft Wiener Schnitzel. Einen Kühlschrank gab es damals noch nicht, nur einen Speiseschrank. Meine Oma ließ das Bratfett selbst aus, was sehr unangenehm roch. Das Fleisch bestellten wir bei einem Metzger aus Ehringshausen, aber immer am Stück. Oma schnitt sich das Fleisch lieber selber. Sonst war ihr es nicht recht …

Da meine Tante in der Molkerei arbeitete, brachte sie im Sommer in einer Kanne oft Buttermilch nach Hause. Oma hatte dann schon die Kartoffeln gestampft und gebratene Zwiebeln hinein gerührt. Das war ein Festessen für uns …

Wenn es uns besonders gut schmeckte, sagte meine Großmutter: ‚So geht es uns reichen Leuten, aber – wie mag es den armen Leuten gehen?‘. Ich nickte dann und ich kam mir sehr, sehr reich vor …“

Monika Eichler wurde 1944 im Sudetenland geboren und kam als Heimatvertriebene 1946 in den Vogelsberg. Sie war Berufsschullehrerin, lebt in Romrod und widmet sich seit ihrer Pensionierung der Schriftstellerei. Hier nun überzeugt sie mit ihren authentischen Kindheitserinnerungen.

Eintritt: 6 €, Schüler und Studenten 3 €


Vorverkauf für diese Lesung auch Metzgerei Becker, Einkaufszentrum Romrod Geschenkestube Eichler




Ina Rudolph
Donna Leon



Montag, 15. November 2010, 20 Uhr
„Bei den Brunettis zu Gast“
Alsfeld, Restaurant „Adel.es“
Eine kulinarische Lesung

Köstliches mit und ohne Kalorien – Rezepte, wie sie Paola in den Brunnetti-Romanen kocht, aufgezeichnet von Donna Leons Freundin und Lieblingsköchin Roberta Pinaro. Dazu – ganz kalorienfrei – kulinarische Geschichten von Donna Leon über die venezianische Küche. Dazwischen: Gerichte aus dem Buch zum Genießen.

Die Geschichten trägt vor die Schauspielerin Ina Rudolph, geboren 1969 in Brandenburg. Sie ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen der Gegenwart, war zu sehen etwa in „Hinter Gittern“, „Inga Lindström“, „Blackout“, „In aller Freundschaft“, verschiedenen „SOKO“-Folgen, „Verliebt in Berlin“ und „Alarm für Cobra 11“.

Eintritt: 18 € (inklusive Prosecco-Empfang und Speisen)




Achim Amme



Freitag, 26. November 2010, 20 Uhr
John-Lennon-Lesung
Lauterbach, Lichtspielhaus

2010 – Was für ein Jahr. 50 Jahre seit der Geburt der Beatles. 30 Jahre seit dem Tod von John Lennon. Das ist das Thema für die Freunde und Liebhaber der Fab Four.

Der Hamburger Autor und Schauspieler Achim Amme widmet sich der Thematik in Wort und Ton. Grundlage ist die kürzlich erschienene Biographie über eine der größten Legenden der Popmusik: John Lennon. Achim Amme liest daraus mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags. „Eine gewaltige Biographie – unprätentiös, sehr lesbar und mit jenem notwendigen Zug von Besessenheit, die sich an der Liebe zur Musik entzündet“, urteilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Die Besucher können eintauchen in eine Zeit, in der alles begann mit Pop, Politik und Protest …

Im Anschluss an die Lesung ist einer der Beatles-Filme zu sehen

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €




Sven Görtz



Samstag, 27. November 2010, 20 Uhr
„Liebe … ist eine besondere Form von Geisteskrankheit“
Groß-Felda, „Feldahalle“

Was passiert, wenn ein Junge ein Mädchen trifft und ihn der Wahn überfällt, dass er ohne diesen fremden Menschen nicht mehr überleben kann? Welches Spiel ist im Gange, wenn Männer urplötzlich freiwillig Hemden und Unterwäsche einkaufen – und Frauen sich für die Fußball-Champions-League zu interessieren beginnen? Alle Liebesromanzen in Romanen und Filmen enden mit der Hochzeit der Liebenden. Aber was kommt nach dem Happy End? Nimmt der Wahnsinn bloß andere Formen an?

Der Schriftsteller und Kabarettist Sven Görtz stellt sich diesen und weiteren Fragen und begibt sich in seinem Buch auf die Suche nach Antworten. Pointiert, lebenslustig und humorvoll beschreibt er das vielleicht letzte Abenteuer, das uns in einer ansonsten völlig durchorganisierten Welt noch geblieben ist. Er erzählt von Verliebten, die mit Begeisterung Dinge tun, die als unsinnig, leichtsinnig und verrückt in den Augen derjenigen erscheinen, die nicht vom Löffel der Liebe umgerührt worden sind …

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 8 €

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kulturnacht Feldatal

Vorverkauf für diese Lesung auch in Groß-Felda bei der Volksbank Feldatal,k im Rathaus und der Apotheke sowie unter 06637 1401 (Ulrike Zulauf).




Pit Knorr/Ali Neander/Markus Neumeyer/ Frank Wolff



Sonntag, 5. Dezember 2010, 18 Uhr
„Erna, der Baum nadelt!“
Alsfeld, Autohaus Deisenroth

Auf vielfachen Wunsch Wiederaufführung nach dem großen Erfolg im Dezember 2009 in Lauterbach.

Unglaublich! Völlig unerwartet werden Schorsch und Erna Breitlinger zu Zeugen eines schrecklichen Unglücks: Der Baum beginnt zu nadeln. Schorsch und Erna sind fassungslos, ein dramatisches Schauspiel nimmt seinen Lauf.
Pit Knorr, Autor der Neuen Frankfurter Schule, Mitbegründer der Satirezeitschrift „TITANIC“ und Texter von Otto Waalkes liest den Kult-Sketch „Erna, der Baum nadelt!“ und andere Highlights aus dem Weihnachtsfundus des Autorentrios Robert Gernhardt / Bernd Eilert / Pit Knorr.

Von weihnachtlicher Musik oder fetzigem Rock häufig unterbrochen, herrlich umrahmt und heiter in den Hintergrund spielen ihn dabei Stars der Frankfurt Musikszene wie Ali Neander (Rodgau Monotones, Gitarre), Markus Neumeyer (Piano) und Frank Wolff (Cello). Sie sind die wahren Crossover-Engel zwischen E- und U-Musik und die eiligen drei Könige des Abends.

Ein Adventsabend der besonderen Art.

Eintritt: 10 Euro, für Schüler und Studenten 5 Euro




Hannelore Hoger



Montag, 13. Dezember 2010, 20 Uhr
„Abschiedsbriefe – und ich dachte es sei Liebe“
Alsfeld, Autohaus Deisenroth

Was tun, wenn es aus ist? Zu den zeitlosen Ritualen, sich vom Geliebten zu lösen, gehört der Abschiedsbrief – ein Klassiker seines Genres, so alt wie die Liebe selbst. Sibylle Berg hat quer durch die Zeiten solche Briefe von Frauen gesammelt, von Berühmtheiten und Prominenten wie Anne Boleyn, Marlene Dietrich, Corinne Hofmann oder Else Buschheuer genauso wie von ganz normalsterblichen Vertreterinnen ihres Geschlechts: Briefe vom Verlassen und Verlassenwerden, von Trauer und Zorn, Schwäche und Ohnmacht, Hass und Sarkasmus, aber auch von Wärme und Zärtlichkeit - Großmut und Dankbarkeit. Auf die ihr eigene unverblümte Weise kommentiert Berg die vielen Möglichkeiten, sich zu verabschieden, und reflektiert die Zumutungen der Zweisamkeit.

Eine freche, anregende und auch tröstliche Auseinandersetzung mit dem ewigen Thema Liebe. Vorgetragen von einer der renommiertesten deutschen Theater- und Filmschauspielerinnen, die vor einem Jahr das Publikum in Alsfeld mit ihrer Krimi-Lesung restlos begeisterte: Hannelore Hoger, geboren 1942 in Hamburg, tritt zudem als Theaterregisseurin in Erscheinung – und ist eine begnadete, mitreißende Vorleserin.
Seit 1993 ermittelt sie im ZDF als Kommissarin „Bella Block“.

Die Lesung begleitet der Pianist Siegfried Gerlich mit Stücken von Robert Schumann, Claude Debussy, Frédéric Chopin und George Gershwin.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 6 €




Rose-Anne Clermont



Freitag, 28. Januar 2011, 20 Uhr
„Buschgirl“
Lauterbach, Posthotel Johannisberg

„Erzählen Sie mir doch von Ihrem Leben im Busch“ – so sah sich die Journalistin Rose-Anne Clermont, US-Amerikanerin mit haitianischen Eltern, vor ein paar Jahren von einem angeheiterten Herrn traktiert. Damals wusste sie nicht, sollte sie lachen oder weinen, und auch heute noch rufen ihre Erfahrungen als Schwarze in Deutschland eher gemischte Gefühle hervor.

„Buschgirl“, das Buch über ihre oft merkwürdigen, manchmal bizarren und gelegentlich gar garstigen Erlebnisse im Schwarzwald und anderswo, versammelt komische wie nachdenklich stimmende Geschichten aus dem Leben der Autorin mit deutschem Mann und halbdeutschen Kindern. Manchmal augenzwinkernd, manchmal boshaft beschreibt sie, wie es im Fettnäpfchen nur so platscht und immer wieder zu Missverständnissen und Besserwissereien kommt. Zwischen Voodoo und Weißwurst, ein Leben voller Klischees …

Rose-Anne Clermont wurde 1971 in New York geboren, kam nach dem Journalismus-Studium an der Columbia University 1998 als Fulbright Fellow nach Berlin, hat u.a. für „Spiegel Online“, „Die Zeit“ und die „International Herald Tribune“ geschrieben. Sie wohnt mit ihrer Familie in Berlin.

Eintritt: 7 € , Schüler und Studenten 5 €




Lale Akgün



Mittwoch. 2. Februar 2011, 20 Uhr
„Der getürkte Reichstag – Tante Semras Sippe macht Politik“
Alsfeld, Marktcafé

Tante Semras Sippe ist im Herzen Deutschlands angekommen. Nichte Lale Akgün wird in den deutschen Bundestag gewählt. Zwar muss die neue Abgeordnete jetzt tagelang das geliebte Rheinland verlassen, aber sie ist nicht allein in Berlin. Die Anteilnahme und Neugierde ihrer diskussionsfreudigen Familie begleiten sie auf Schritt und Tritt. Nichts bleibt unbeobachtet oder unkommentiert.

Tante Semra, die Hadschi mit dem Hang zu Leberkäsebrötchen, Mutter Latife, die strenge Mathematikerin oder Ahmet, der starke und doch so sanfte Ehemann, können jede deutsche Besonderheit verstehen und erklären – auch den Wunsch der Genossen, von Lale aus der Türkei jede Menge preisgünstiges Viagra mitgebracht zu bekommen. Heitere, komische und liebevolle Einblicke unter die Kuppel des Reichstags, in die Hinterzimmer deutscher Kneipen und türkischer Wohnungen.

Lale Akgün, geboren 1953 in Istanbul, kam mit neun Jahren nach Deutschland. Sie studierte Medizin und Psychologie, arbeitete lange in der Jugendhilfe und Familienberatung, leitete das Landeszentrum für Zuwanderung. Von 2002 bis 2009 war sie Bundestagsabgeordnete und migrationspolitische Sprecherin sowie Islambeauftragte der SPD, seit Mai 2010 leitet sie das Referat internationale Zusammenarbeit im Familienministerium.

Autorin des Bestsellers „Tante Semra im Leberkäseland“.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €

© Melanie Grande




Gregor Weber



Mittwoch, 16. Februar 2011, 20 Uhr
„Kochen ist Krieg!“
Alsfeld, Marktcafé

Gregor Weber, geboren 1968 in Saarbrücken, Koch, Schauspieler und Drehbuchautor, ist einem breiten Publikum bekannt als Sohn Stefan der „Familie Heinz Becker“ und als Hauptkommissar Deininger im saarländischen „Tatort“.

Nun hat sich Weber an einen ganz besonderen „Tatort“ begeben – er ist nämlich auf Wanderschaft gegangen und hat in deutschen Dorfgasthäusern und Sternerestaurants, in Fußgängerpizzerien, Betriebskantinen und beim Bundespräsidenten gekocht. Er drehte alle Töpfe um und berichtet, was Köchinnen und Köche dort leisten oder auch verbrechen. Es ist heiß in der Küche, sehr heiß …
Der ungeheure Kochboom hat den Berufsstand ins Licht der Öffentlichkeit gestellt wie kaum ein anderen, doch davon, wie es tatsächlich am Herd zugeht, haben die meisten keine Vorstellung. Und den Dienst am Bauch kann man sehr unterschiedlich verstehen: es gibt Köche, die haben schon in Hongkong und Dubai gekocht und andere, die seit zwanzig Jahren keinen Fisch mehr in der Hand hatten, der nicht tiefgekühlt war. Die einen arbeiten zwei Tage an der Herstellung einer Kalbssauce, die anderen schütten 1,5 Kilo Pulver auf achtzig Liter kochendes Wasser und rühren das Ganze zweimal um.

Gregor Weber tritt teils in die Fußstapfen eines Günter Wallraff, wenn dieser keine Ahnung vom Kochen hätte. Das Buch ist ein schlüssiger und erhellender Report über die tägliche Wirklichkeit in deutschen Küchen vom hinduistischen Küchenchef in einer Pizzeria bis zu den Köchen auf einem Kriegsschiff der Bundeswehr.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €

©Stephan Pick




Richard David Precht



Im Februar / März 2011, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben
„Die Kunst, kein Egoist zu sein“
Wartenberg, Wartenberg-Oval

Mit seinem 2007 erschienen populärwissenschaftlichen Buch „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ landete Richard David Precht einen überraschenden und sensationellen Erfolg. Bis heute ist diese Einführung in die Philosophie mit Ergebnissen aus Hirnforschung, Psychologie, Verhaltensforschung verknüpft mit anderen Wissenschaften immer wieder in den Bestsellerlisten zu finden. Es wurde 800.000 Mal verkauft und in 23 Sprachen übersetzt.

Ein ähnlicher Erfolg gelang Precht dann mit seinem Buch „Liebe – Ein unordentliches Gefühl.“ Nun legt er nach: „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ heißt sein neues Werk: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält.

Richard David Precht, geboren 1964 in Solingen, ist Schriftsteller, Publizist und Essayist und veröffentlichte 2005 sein autobiographisches Buch „Lenin kam nur bis Lüdenscheid – Meine kleine deutsche Revolution“. Das Buch wurde 2007 verfilmt.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 7 €

© Philippe Matsas/Opale/Goldmann Verlag




Camille de Peretti



Im Februar / März 2011, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben
„Wir werden zusammen alt“
Alsfeld, Regionalmuseum

In Frankreich ist die 1981 in Paris geborene Camille de Peretti ein literarisches Schwergewicht, ihre Bücher sind in mehreren Sprachen übersetzt. Im Januar 2011 erscheint nun endlich auch ein Werk von ihr auf Deutsch. Eine große Premiere und eine weitere Premiere für die „Vulkan“-Lesungen: Erstmals liest und spricht eine Autorin auf Französisch – freilich an ihrer Seite eine Dolmetscherin. Ein spannender Abend …

„Wir werden zusammen alt“ (original: „Nous vieillirons ensemble“): Am Sonntag werden die Mütter und Väter in der Seniorenresidenz Bégonias in Paris von ihren Söhnen und Töchtern besucht – ein Kosmos voller Überraschungen. Die Alten sind eine unschlagbare Truppe mit fantastischen Ideen, stets zuckersüß und bitterböse. Thérèse findet die Liebe ihres Lebens, spät, aber umso heftiger. Der selbsternannte Kapitän Dreyfus gibt Madame Alma und ihren Freundinnen Anweisungen, wie sie sich an Bord der Residenz zu verhalten haben – bis er durch ein Loch im Gartenzaun entflieht. Ser Sohn bemerkt es nicht, küsst gerade die Pflegerin. Nebenan weint eine Krankenschwester, denn sie erwartet ein Kind von einem Schwarzen, und ihre Eltern sind entsetzt. Die Alten helfen ihr, sich zu entscheiden.
Camille de Peretti blickt in jedes der 64 Zimmer der Residenz, als hätte man die Fassade weggenommen. Mit sprühendem Humor und großartiger Leichtigkeit schreibt die 29-jährige Autorin über Menschen, die gemeinsam alt werden und hartnäckig ihre eigenen Vorstellungen von Glück verwirklichen.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €

© Francesca Mantovani




Christoph Poschenrieder



Freitag, 18. Februar 2011, 20 Uhr
„Die Welt ist im Kopf“
Lauterbach, Hochhaus-Museum

Ein furioses Debüt, voller Witz und beeindruckendem Sprachgefühl. Eine lustvolle Reise durch Philosophie und Phantasie. Die Hauptfiguren: Arthur Schopenhauer und Lord Byron – und zwei Frauen mit Namen Teresa.

Eine monatelange Reise führt den jungen Schopenhauer von Dresden nach Venedig, von Goethe zu Lord Byron, über schroffes Gebirge und weite Täler ins Labyrinth der Kanäle – in den Strudel der Wirklichkeit.

Poschenrieders Schopenhauer ist anders, als man sich gemeinhin vorstellt: Wohl sieht er die Welt durch die Brille seiner Philosophie, doch die ist, genau wie er selbst, überraschend sinnlich und lebendig.

Christoph Poschenrieder, 1964 in Boston geboren, wohnt in München. Er studierte dort Philosophie und besuchte die Journalistenschule an der Columbia University (New York). Seit 1993 arbeitet er als freier Journalist und Autor vor Dokumentarfilmen.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €


© Daniela Agostini / Diogenes Verlag




Petra Hammesfahr



Donnerstag, 24. Februar 2010, 20 Uhr
„Erinnerung an einen Mörder“
Alsfeld, Amtsgericht

Sie ist die Königin der deutschen Krimi-Autorinnen – Petra Hammesfahr. Mit siebzehn schrieb sie ihren ersten Roman. Mit ihrem Buch „Der stille Herr Genardy“ kam der große Erfolg. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen. Zu ihren bekanntesten zählen „Die Sünderin“, „Die Mutter“ sowie „Der Puppengräber“.

Und natürlich „Erinnerung an einen Mörder“. Es gab für Felix nie einen Grund seinen Vater zu fürchten. Vor seiner Mutter hatte der Achtjährige panische Angst, als er ein Diktat mit 17 Fehlern daheim zur Unterschrift vorlegen soll. Charlotte Meller will unbedingt ein Genie aus ihrem Sohn machen, prügelt oft genug nur aus Frust auf den Jungen ein, vernachlässigt die beiden kleinen Töchter und macht ihrem Mann das Leben zur Hölle.

Für seinen Vater, das weiß Felix, sind ein paar Fehler nicht so schlimm. Deshalb geht er mit seinem Diktat lieber zu der Baustelle, auf der Thorsten Meller arbeitet. Als er dort hört, sein Vater sei bereits nach Hause gefahren, tritt auch Felix erleichtert den Heimweg an. Stunden später wird er in der Stadt aufgegriffen – mit seinem Ranzen auf dem Rücken und einer Stichverletzung im Hals. Es ist nicht nur sein Blut, mit dem er über und über besudelt ist …

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €




Thorsten Schröder



Donnerstag, 17. März 2011, 20 Uhr
„Kontrasprogramm“
Alsfeld, Marktcafé

Sein Berufsalltag ist durchgetaktet bis zur letzten Sekunde und findet abends um 20 Uhr in der ARD seinen Höhepunkt: 15 Minuten das neuste und Wichtigste aus aller Welt. Hinter Katastrophen, Gipfeltreffen, Politgerangel, Rekorden oder Preisverleihungen tritt der einzelne Mensch in den Hintergrund, reduziert auf nüchterne Zahlen, festgehalten und bewegten Bildern.

Um eben solche Menschen zu begegnen, sucht „Tagesschau“-Sprecher, Journalist und Moderator Thorsten Schröder in seiner Freizeit das Kontrastprogramm: Per Rad erkundet er die Länder der Welt, im Gepäck das Nötigste, das Nachtlager unter einer dünnen Zeltplane. Zurückgeworfen auf die elementaren Dinge des Lebens – genug zu Essen haben, Wasser, einen Platz für die Nacht –, schafft er sich Raum zum Innehalten und Nachdenken über die Dinge des Lebens: Was nehmen wir als selbstverständlich hin, was gilt es, als wertvolles Gut zu bewahren.

Eintritt: 7 €, Schüler und Studenten 5 €




Jörg Maurer



Donnerstag, 24. März 2011, 20 Uhr
„Niedertracht“
Lauterbach, Polizeidirektion

Jörg Maurer, geboren 1953 im bayerischen Oberland, ist nicht nur Krimiautor sondern auch Musikkabarettist. Eine feste Größe in der süddeutschen Kabarettszene, leitete er jahrelang ein Theater in München. Beide Talente präsentiert er in seinen musikkabarettistischen Lesungen. Dabei trägt er Kostproben aus seinem neuen Roman „Niedertracht“ vor, singt mörderische G´stanzln und spürt am Klavier abgründig-schaurige Motiven in der klassischen Musik nach. Gevatter Tod greift zwischen Dreivierteltakt und Blues höchst unterhaltsam in die Tasten, was aus diesem Abend ein Vergnügen der besonderen Art macht.

Im neuen Alpenkrimi „Niedertracht“ – nach „Föhnlage“ und „Hochsaison“ - steht Kommissar Jennerwein am Abgrund. Der bürgerlich-harmlos wirkende Bergfreund Putzi aus Garmisch hat ein seltsames „Forschungsinteresse“. Er betäubt alleingehende Bergsteiger, deponiert sie mittels Seilwinden auf Felsnasen und beobachtet, ob sie resignieren, versuchen zu entkommen oder in die Tiefe zu springen. Als die Bergwacht, durch einen anonymen Anruf alarmiert, in einer unzugänglichen Schlucht eine Leiche findet, schalten sich Kommissar Jennerwein und sein Team ein.

Jennerwein hat einen steilen Weg vor sich …
Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 7 €




Volker Lechtenbrink



Montag, 11. April 2011, 20 Uhr
Alsfeld, Autohaus Roth

Dienstag, 12. April 2011, 20 Uhr
Lauterbach, Aula der Sparkasse Oberhessen

„Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf! Mein Leben“

Mit dem Antikriegsfilm „Die Brücke“ wurde Volker Lechtenbrink als Fünfzehnjähriger über Nacht berühmt. Später überzeugte er auch als Sänger, Regisseur und Intendant – und immer wieder auf der Theaterbühne. Den „Bruder Leichtfuß“, wie ihn der Spiegel einmal nannte, retteten manchmal nur eine Portion Glück und geduldige Freunde. Er erzählt von einer herzlichen, chaotischen Patchworkfamilie, von großen Kollegen wie Hildegard Knef und Anthony Quinn, von Freunden wie Peter Maffay und Kris Kristofferson, von Fußball mit Uwe Seeler und Günter Netzer, von der Neigung älterer Männer zu jüngeren Frauen und vom Glück, ganz allein auf einer kleinen Insel zu sein.

Volker Lechtenbrink, geboren 1944 in Cranz/Ostpreußen, ist Schauspieler, Sänger, Regisseur und Texter, war zudem Intendant des Hamburger Ernst-Deutsch-Theaters und der Bad Hersfelder Festspiele, deren dreimaliger Preisträger er auch ist. Für seine Lesung von „Die Brücke“ erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis 2007, für das Hörbuch „Das Feuerschiff“ von Siegfried Lenz den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 7 €

© Carmen Lechtenbrink




Walter Renneisen
Valentin Senger



Mittwoch, 4. Mai 2011, 20 Uhr
„Kaiserhofstraße 12“
Alsfeld, Marktcafé

Valentin Sengers Überlebensbericht als Sohn russischer Juden in Frankfurt während der Jahre der Naziherrschaft gleicht einem nicht enden wollenden Alptraum aus Denunziation und bösartig kuschender Verfolgungssucht, der im Leser Wut, Scham, Empörung, aber, bei allem gebotenen Ernst des Themas und von Senger gewollt, zuweilen auch ein Lachen produziert.

Im Stile eines Tatsachenberichtes, kraftvoll, ohne jedes schmückende Beiwerk, schildert der 1918 geborene Autor seine Kindheit, das Lavieren durch Behörden und Instanzen, die mißtrauischen Amtsmienen und die immerwährende Furcht vor der Entdeckung der wahren Identität. Nach der Machtergreifung 1933 erweist sich Mama Senger als Meisterin der Camouflage - wahrscheinlich lebensrettend für die Familie.

Valentin Senger (1918 bis 1997) arbeitete in Frankfurt beim Hessischen Rundfunk als Reporter für Hörfunk, Fernsehen und war Leiter der Fernseh-Wirtschaftsredaktion. Seit Buch „Kaiserhofstraße 12“ wurde für das Fernsehen 1980 verfilmt.

Der Schauspieler Walter Renneisen hat das Hörbuch eingesprochen. In der Reihe „Der Vulkan lässt lesen“ hat er bislang begeistert mit seinen Programmen „Deutschland deine Hessen“, „Deutsche Balladen“ und „Weihnacht“.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €




Dietmar Bittrich



Donnerstag, 19. Mai, 20 Uhr
„Ungleiche Paare“
Alsfeld, Marktcafé

„Je größer die Unterschiede, desto stärker die Sehnsucht, desto wilder die Leidenschaft“, sagte einmal die Schauspielerin Catherine Deneuve.

Gleich und Gleich gesellt sich gern und haben langfristig die besten Aussichten. Doch zwischen Gleich und Ungleich herrscht die größte erotische Spannung. Die Schöne und das Ungeheuer, reife Frau und zarter Jüngling, Bad Boy und Prinzessin, reicher Greis und junges Mädchen: Dietmar Bittrich erzählt die anekdotenreiche und skandalträchtige Kulturgeschichte der ungleichen Paare.

Es ist eine alte Geschichte, doch passiert sie immer neu. Die reife Lady verfällt dem Reitburschen, der tibetische Lama seiner Schülerin, die Prinzessin brennt mit dem Leibwächter durch, und der Tattergreis heiratet das Busenwunder. Einige Fälle sind spektakulär. Doch aufregende Mesalliancen gibt es auch in der eigenen Familie oder gleich nebenan. Ungleiche Paare üben seit jeher eine besondere Faszination aus. Und die klassischen Konstellationen kehren immer wieder, komisch und tragisch, hoffnungslos und leidenschaftlich. In autobiographischem Rahmen erzählt Bittrich von den Abenteuern ungleicher Paare.

Der Hamburger Autor Dietmar Bittrich erfand das „Gummibärchen Orakel“, schrieb das literarische Rezeptbuch „Gute Nacht“ und die Reisesatire „Urlaubsreif“.

Eintritt: 8 €, Schüler und Studenten 5 €

© Dorothee Pauly




Peter Peter



Donnerstag, 19. Mai 2011, 20 Uhr
„Cucina e Cultura – Kulturgeschichte der italienischen Küche“
Eine kulinarische Lesung
Lauterbach, Casino

In dem farbigen Portrait einer Jahrtausende alten vitalen Kochkunst wird von antiken Symposien und päpstlichen Renaissance-Gelagen erzählt, von berühmten Kochbüchern und einfachen Fischgerichten, vom Siegeszug der Nudeln und von den Wurzeln der Cucina Povera, der gesunden Landküche mit ihrer legendären Mittelmeerdiät. Denn gerade die regionale Vielfalt von den Alpen bis zur Stiefelspitze erweist sich als unerschöpflicher Fundus für kulinarische Kreativität.

Dr. Peter Peter hat zahlreiche kunst- und kulturhistorische Bücher sowie etliche Reiseführer und gastronomische Guides und das Kochbuch „Cucina Siciliana“ verfasst. Er ist Restaurantkritiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und Mitglied der „Deutschen Akademie für Kulinaristik“.

Ein unterhaltsamer Abend – mit italienischen Speisen.

Eintritt: 25 Euro (inkl. Speisen)




Volker Klüpfel & Michael Kobr



Donnerstag, 26. Mai 2011, 20 Uhr
„Best of Klufti“
Wartenberg, Wartenberg-Oval

Zefix! Wenn es nach Kluftinger ginge, würde das neue Programm seiner beiden Schöpfer wohl eher „Wörscht of“ als „Bescht of“ heißen, wenn er der englischen Sprache mächtig wäre. Denn immerhin geht es dann auch um die Tiefpunkte im Leben des Kemptener Kriminalkommissars – etwa den Weihnachtsgeschenk-Einkauf für seine Frau in der Damen-Unterwäscheabteilung oder um die seltsame Begegnung mit einem zotteligen Teilzeitschamanen. Priml.

Wer das Kult-Duo Klüpfel & Kobr schon einmal live erlebt hat, weißt es: Mit gewöhnlichen Lesungen haben diese Veranstaltungen nicht viel gemein. Die Allgäuer Bestsellerautoren („Michgeld“, „Rauhnacht“ u.a.) liefern eine Funken sprühende Mischung aus Krimi und Comedy und sind damit weit über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt geworden.

Volker Klöpfel ist Redakteur der überregionalen Feuilletonredaktion der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“. Michael Kobr unterrichtet Deutsch und Französisch an der städtischen Realschule in Memmingen.

Eintritt: 10 €, Schüler und Studenten 7 €

© Peter von Felbert




Vorverkaufsstellen

Buchhandlung Lesezeichen, Lauterbach
Buchhandlung Buch 2000, Alsfeld
oder telefonisch bei der OVAG unter 06031 82-1113.


Das Programmheft zu "Der Vulkan lässt lesen" kann kostenlos bei der OVAG (Tel. 06031 82-1113) angefordert werden.

Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, den Veranstaltungsort für die einzelnen Lesungen zu ändern. Geänderte Veranstaltungsorte werden bekannt gegeben über die Tagespresse sowie die Internetseite www.ovag-energie.de


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