Presseinformation

Lärm- und Geruchsbelästigungen sind nicht zu erwarten

Meldung vom 06/22/2010

Fachleute entkräften Vorbehalte gegen die geplante Biogasanlage in Wölfersheim-Berstadt

„Dieser Standort ist hervorragend“, urteilte Ilona Paulick vom Planungsbüro Alensys über die von der OVAG in Wölfersheim-Berstadt geplante Biogasanlage. „Eine Anlage, die höchste Ansprüche erfüllt, in der ausschließlich Biomasse nach dem Erneuerbaren Energien- Gesetz verarbeitet wird.“

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der OVAG in die Mehrzweckhalle Berstadt gefolgt, um sich über das lange geplante Vorhaben nochmals im Detail zu informieren, oder Fragen zu stellen. Entwarnung – zu oft gehörten Einwänden – kam von den Sachverständigen des TÜV Hessen und TÜV Süd. Sowohl Monika Sundermann (zuständig für den Bereich Lärm) als auch Manfred Seitz (Geruchsimmission) konnten die Anwohner beruhigen: Von dem Betrieb der Anlage werden keine nennenswerten Beeinträchtigungen für die Bevölkerung ausgehen. „Schließlich bekommt man diese Faktoren mit der heutigen Technik auch hervorragend in den Griff“, flankierte die zuständige Planerin Ilona Paulick.

Die Motive der OVAG, in Berstadt eine Biogasanlage zu errichten, erörterte noch einmal Dr. Thorsten Reichel, der bislang seitens des Versorgers für das Projekt zuständig war. „Wir fühlen uns natürlich den Vorgaben der Bundesregierung und der EU verpflichtet, die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen. Zudem streben wir, wie andere regionale Versorger auch, nach einer möglichst hohen Unabhängigkeit von den international agierenden Energieerzeugern“, sagte Reichel. Berstadt sei ideal, weil die OVAG hier ein entsprechend ausgewiesenes Gewerbegebiet mit Sondernutzung Biomasse vorgefunden habe, Landwirte Interesse an langfristigen Substratlieferverträgen hatten, eine Gasleitung sich in unmittelbarer Nähe befinde und die Gremien von Wölfersheim einstimmig für das Projekt votierten.

Auf 15-jährige Erfahrung beim Bau von Biogasanlagen kann die Firma Alensys zurückblicken. „Die OVAG“, so Ilona Paulick, „hat sich hier den Luxus gegönnt, einen Fachplaner zu beauftragen und nicht bei einem Generalunternehmer eine Anlage von der Stange zu kaufen.“ Das habe beispielsweise den Vorteil, dass auch regionale Firmen bei einzelnen Gewerken anbieten können. „Der Standort ist auch deshalb sehr gut, weil die Anlage 800 Meter vom ersten Wohngebiet entfernt ist, aber sich trotzdem inmitten der landwirtschaftlichen Anbauflächen befindet.“ Um Beeinträchtigungen von vorneherein vorzubeugen, haben sich die Betreiber zusätzlich entschlossen eine Biofilteranlage einzubauen, obwohl diese gesetzlich nicht vorgeschrieben ist.

Mit der Energie, die künftig in Berstadt gewonnen wird, rechnete Ilona Paulick vor, können 5.700 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr mit Elektrizität versorgt werden und 2.000 Haushalte mit Heizwärme und Warmwasser.

Weit weniger Fahrbewegungen als befürchtet, erwartet Eckhard Baumgarten, Geschäftsführer des Maschinenrings Wetterau, bei der Anfahrt von Mais und Gülle. Dafür spreche eine ausgeklügelte Logistik. „ Im Vergleich zur Vergangenheit, als es noch viel mehr Milchbauern gab und die Zuckerrübe noch in anderem Ausmaß transportiert werden musste, sind die zu erwartenden Fahrbewegungen deshalb als eher geringer zu bewerten. Außerdem verwenden unsere Fahrer oftmals landwirtschaftliche Wirtschaftswege, welche die Wohngebiete überhaupt nicht berühren.“ Auch die Sorge, aufgrund der benötigten Maismengen bestehe die Gefahr einer Monokultur, konnte Baumgarten glaubwürdig entkräften: „Der Maisanbau, der in der betreffenden Region vorgesehen ist, macht gerade mal zehn Prozent der gesamten Anbaufläche aus.“

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