Weitere Pleite von Energieversorgern

Die ovag Energie AG springt ein: „Kein betroffener Kunde muss sich Sorgen machen“.

Wieder zwei Pleiten auf dem Energiemarkt: Die Energie-Lieferanten Systemstrom GmbH und e:veen Energie eG haben jeweils einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren ist in einem Fall bereits eröffnet. Betroffen sind davon auch in der Wetterau, den Landkreisen Vogelsberg und Gießen ansässige Kunden. Doch keine Bange – die betroffenen Kunden werden weiter mit Strom versorgt.

Nach Bekanntgabe des Insolvenzantrags hat der Übertragungsbetreiber TenneT im Fall der Systemstrom GmbH den sogenannten Bilanzkreisvertrag gekündigt. Damit ist die Grundlage des Netzzugangs für diesen Anbieter entfallen, was bedeutet, dass die ovag Netz GmbH die betroffenen Kunden im Rahmen der so genannten Ersatzversorgung zunächst dem Grundversorger, also der ovag Energie AG, zuordnen musste. Dies sieht der Gesetzgeber vor, damit Stromkunden im Fall des Ausfalls Ihres Lieferanten nicht plötzlich im Dunkeln stehen. Im Fall der e:veen Energie eG soll der Geschäftsbetrieb fortgesetzt werden. Bei einem Ausfall übernimmt auch hier der Grundversorger die Kunden zunächst in die Ersatzversorgung.

Derzeit gehen wir auf die betroffenen Kunden zu und informieren sie ganz individuell über die Inhalte der unterschiedlichen Vertragsprodukte, so Holger Ruppel von der ovag Energie AG. Diese Vorgänge zeigen einmal mehr, dass sich Verbraucher vor Abschluss eines Stromlieferungsvertrages genau über die Anbieter informieren sollten. Das heißt, wie lange sie schon am Markt tätig sind und welche Referenzen sie vorweisen können, kommentiert Ruppel. Letztlich zeigte der Fall einmal mehr, dass hinter vermeintlich günstigen Strompreisen nicht immer ein tragfähiges Geschäftsmodell steckt.

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